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Die Reise ins ICH.
Fühlen – Loslassen – FreiSein

 

Alles Fühlen (wie es ist, ohne zu manipulieren)
und alles loslassen (innere und äußere Bindungen und Anhaftungen)
&
innere Freiheit erfahren (was unsere wahre Natur ist – bedingungsloses Sein)

 

Der erste Schritt: Fühlen.

 

Das Fühlen zulassen… ist ein Weg des Anhaltens.

 

Anhalten von Gedanken, alten Mustern, Glaubenssätzen, Blockaden und Traumas.

 

Anhalten und überprüfen, ob ich auf einem Holzweg bin.

 

Anhalten und vergewissern, dass ich auf dem richtigen, für mich rechten Weg bin.

 

Anhalten von Irr-Wegen, die ich nur gehe, weil meine Eltern und Lehrer, die Medien, die Wissenschaft, die Religion oder irgendwelche anderen “fremdbestimmenden” Pseudo-Autoritäten mir etwas nahegelegt oder angeboten hatten.

Anhalten, weil meine Sinne mich verführt haben, meine Habsucht oder meine (unstillbaren) Wünsche mich verleitet haben… mehr zu bekommen und mir mehr Sicherheit, mehr Macht und mehr Reichtum zu geben.

 

Anhalten, denn es könnte sein, dass ich Stolz, Geiz und Gier Raum gegeben habe, statt mich in Bescheidenheit und Demut zu hüllen.

 

Anhalten um zu prüfen, ob ich aus Angst und Furcht vor den Menschen, vor den Vorstellungen meines Denkens und vor den Gefühlen den Weg zu Gott und mir selber verlassen habe. Weil ich vermeiden wollte, was das Leben mir in den Weg gelegt hatte und ich nicht vertraute, dass es ein guter Weg ist, dass der Weg mir alles gibt, was ich wirklich brauche…

Darum:

Bremsen, Anhalten und die Handbremse ziehen.

Alle Handlungen, alle Pläne und Ziele auf STOP!

Alle Gedanken anhalten.

Alle Gefühle & Emotionen zulassen, bis sie zu einem natürlichen Ende kommen.

Alle Wünsche anhalten.

Alle Körperempfindungen zulassen – alle Dinge loslassen.

Die Stille zulassen – auch sie anhalten – die Stille aushalten…
Bis nichts mehr ist außer ICH.
Nichts außer dem reinen Bewusstsein des Moments selbst.
Nichts außer dem Unwandelbaren, ewigen Selbst, das du bist.

 

Das Fühlen – ein Weg der inneren Umkehr, ein Weg zurück zu dir selbst.

Dieser Weg ist vielleicht der kürzeste Weg in meinem Leben und dennoch die längste Reise, die wir je machen werden.

 

Die längste Reise, die du in deinem Leben machen wirst,
führt vom Kopf zum Herzen.
Ein Sioux-Sprichwort:

 

 

Was ist Fühlen? 

 

Fühlen ist die totale Erlaubnis und Annahme dessen, was innerlich geschieht. Wenn mit aller Offenheit und ungeteilter und unzensierter Aufmerksamkeit die gesammelte Bewusstheit nach INNEN gelenkt wird… ist der effektivste und ganzheitliche Weg des Fühlens zuzulassen. Im Gefühlten vereinen sich Gedanke, Gefühle und Körperliche Reaktionen als Antwort auf das innerlich und äußerlich Erlebte. Im Gefühl selbst ist oft der Wünsch oder sie Sehnsucht der Veränderung enthalten. Es ist also die zukünftige Handlung potentiell im Fühlen enthalten.

 

Im Fühlen wird nichts ausgeschlossen, nichts erwartet oder absichtsvoll angestrebt. Es ist die natürlichste “Beziehung” zu mir selber und dem Leben, das in JETZT geschieht. Wenn das Fühlen vollständig zugelassen wird, erreichen mich alle Informationen und begleiten mich zu der entscheidenden Transformation – sei es innerlich als Einsicht und Verstehen oder als Wandlung meiner Handlungsabsichten und Gewohnheiten.

 

Fühlen ist keine Tätigkeit – wir können nicht “fühlen”, so wie wir eine Zitrone pressen. Niemand kann “Fühlen” als bewusste Handlung. Dennoch kann (und sollte) Fühlen geübt und vertieft/verbessert werden. Gerade das Fühlen hat so lange keine Wertschätzung erhalten und wurde kulturell und politisch unterdrückt.

 

Fühlen ist transzendent

Es ist vielmehr das “Fehlen” von jeglichem körperlichem und mentalem Worten und Taten, jenseits von Gedanken und groben Gefühlen, auch jenseits des Körperlichem Sein.
Fühlen ist transzendent – ein Prozess des Wandels und der Lebendigkeit selbst
Fühlen ist eine Brücke ins “Nicht-agieren”. Es ist ein fundamentales inneres Anhalten.

 

Fühlen ist die innere Bewusstheit über “was jetzt gerade innerlich geschieht”.

An Anfang des nach innen-Lenkens der Aufmerksamkeit sind das im Wesentlichen Gedanken und Wünsche, Körperempfindungen, Gefühle, Emotionen und feinere Empfindungen… oder Momente in der Erfahrung der Stille, der Leere und Tiefe des Seins.

 

Die Furcht vor der Stille und Tiefe

Je mehr und tiefer diese Haltung des Gewahrseins (ohne ein Tun) geübt und praktiziert wird, desto klarer und bewusster kann der Zustand des reinen Gewahrseins erfahren werden. Das “Objekt” dieser inneren Welt ist die Leere, der Raum und die endlose Stille. Diese Stille und unendliche Tiefe ist es, vor der wir unbewusst “weglaufen”. Sie erzeugt Furcht und Panik.

 

Die Furcht vor dem NICHTS, der Leere und der Unendlichkeit

In der Leere ist nichts, was der Geist fassen und festhalten könnte: keine Sicherheit, kein Besitz und keinerlei Identität. Die Erfahrung der Leere induziert die Furcht vor dem Nicht-sein. Furcht vor der Auflösung und dem absoluten Verschwinden, dem totalen Allein-sein, dem Nicht(s)-sein oder schlicht der Bedeutungslosigkeit der Körper-Ich-Existenz.

 

 

Die unvorbereitete oder spontane Erfahrung der Leere kann furchterregend sein

Wenn das Leben uns ungewollt oder zu plötzlich mit dieser Erfahrung konfrontiert, kann das Gefühl der Todesangst (der vermutlich größten Furcht überhaupt) erscheinen. Vielleicht entsteht ein Gefühl von Furcht vor Unsicherheit und vielleicht ein Gefühl der Machtlosigkeit. Es bedeutet zu spüren überhaupt keine Kontrolle über sich und das Leben (mehr) zu haben.

 

 

Den Geist nach innen lenken – mit Bewusstheit
Wir können den Geist nach innen wenden – zu seinem unerkannten Ursprung – dem spirituellen Herzen. Dann kehrt mehr und mehr Ruhe ein. Es ist ein Prozess, der wenige Sekunden, Stunden oder Tage oder Jahre dauern kann. Es gibt keine Regeln oder allgemein vergleichbaren Erfahrungen.

Hingabe an das Selbst

Die Übung im “nichts-tun” also dem Fühlen ist die Hinwendung an das innere Leben, das Herz. Wenn wir in Selbst-Bestimmtheit und Selbstvertrauen nun diese Erfahrung der Leere und tiefen Stille machen, kann die Erfahrung der (gleichen) Stille und Leere, der Unendlichkeit sehr angenehm und befreiend sein. Durch dieses absichtslose Fühlen erfahren wir “was (jetzt) ist” und was “immer war” und “sein wird”: das ICH, das Selbst.

 

 

Hingabe: Wer wir sind und was wir wollen
In der immer vollständiger werdenden (totalen) Hingabe an diese innere Offenheit und Leere entdecken wir:

wer wir wahrhaftig sind,

wo wir im Leben stehen,

und was unsere innere Sehnsucht ist.

Bevor die Seele im Ozean der Unendlichkeit aufgeht, lösen sich (mit einem Schlag oder allmählig) alle Missverständnisse und falschen Illusionen auf.

Die innere Sonne der Wahrheit erleuchtet den Geist in einer ungeahnten Weise. Das innere Ge-Wissen erfüllt den Geist nicht nur mit klarem Wissen, sondern auch mit reinen göttlichen Gefühlen. Wenn wir im Kontakt sind mit dieser Inneren subjektiven Wahrheit, kann uns Nichts und niemand davon abbringen den für uns Richtigen Weg zu gehen. Keine Macht der Welt würde es schaffen – wie früher – den Irrwegen des Geistes zu folgen.

 

Was kommt zuerst Sadhana oder Erleuchtung?
Es gibt so viele Wege wie Menschen: meist ist der Prozess genau anders herum: wir lösen schrittweise die Missverständnisse und falschen Illusionen auf… und dann wird der Geist mehr und mehr von innerem Licht erfüllt. Manchmal gibt es dann irgendwann Momente des Explodierenden Lichts, manchmal ist der Aufgang der inneren Sonne unbemerkt.

 

 

 

Unser Herz – der Sitz der Seele, der Tempel des reinen Bewusstseins

Nur in der lebendigen Verbindung mit uns selbst – mit unserem Herzen – geschieht, was sonst in der jahrelangen Suche in der Welt nie geschehen ist: wir erfahren wirkliche Freiheit, Authentizität und die Erfahrung des wahren Selbst. Gefühle der Freude und Leichtigkeit bestärken die innere Wahrheit, dass wir ohne den verwirrten Geist uns im reinen Bewusstsein wiedergefunden haben.

 

Wahres Glück: innere Glückseligkeit

Je intensiver diese Erfahrung zugelassen wird, desto mehr kann sich die feinste aller Gefühlsregungen einstellen: Glückseligkeit. Sie ist das ultimative Gefühl der ungetrübten Lebendigkeit. Wenn Himmel und Erde in Verbindung sind und keine Blockaden vorhanden sind, fließt dieser süße Strom der Liebe als Glückseliges Gefühl durch unser Herz.

 

Alle künstlich im Geist errichteten Fassaden und (falschen) Identifikationen des kleinen Ich’s verschwinden wie die Schattenfiguren des Morgennebels. Sie zerfallen wie die “Vampire” beim ersten Sonnenstrahl zu Asche.

Der Verstand ist leider viel zu klein für die Unendlichkeit

Es ist gleichzeitig die lebendige Erfahrung des Erfüllt-seins und des Nichts-seins. Der freie Fall und die Erfahrung des Ewigen, des unwandelbaren Bewusstseins in dem alle enthalten ist und nichts ist.

 

Ganzheitliches Fühlen

Dieser Zustand – diese subtile, innere Erfahrung kann nur durch “ganzheitliche Fühlen” im ruhigen Bewusstsein erfahren werden.

Der denkende Verstand ist viel zu klein.
Er ist auch viel zu grob um das beschriebene auch nur ansatzweise zu erfahren.

Er ist schlicht zu klein – so als wolltest du den Ozean in einem Spielzeugeimerchen wegtragen.

Der Verstand ist dual – wie ein Fotoapparat, der nur eine zweidimensionale Fläche, ein Abbild der Realität schafft und am Ende behauptet, dass es alles wäre.
Das Herz ist ganz- holistisch und ewig. Es ist mit allem gleichzeitig in Verbindung und die subtilste Verkörperung. Im Herzen können multidimensionale Erfahrungen völlig ohne Anstrengungen gemacht werden – im Flow des Moments.

Der Spielfilm des Lebens entspinnt sich vom Herzen aus und verwickelt die Seele subtil und voller Liebe in eine scheinbare Reise zu sich selbst.
In der Hingabe an den Moment des Lebens geschieht das Unbeschreibliche und wundervolle. Fühlend und fallend ins Nichts, in der Extase der Ewigkeit erfährt die Seele sich in der Tiefe als das SELBST – Jivatma und Paramatma – die All-Seele.
Das Wort Glückseligkeit ist der letzte Bote, bevor sich alles in dieser bedingungslosen und ewigen Liebe auflöst… Jiv-Ananda –

Das Unsterbliche und Unbeschreibliche Leben offenbart sich als reinste Glückseligkeit, die in Verbindung von Vater-Himmel und Mutter-Erde erfahren wird. Ein Funke des Lichts – ein Sonnenstrahl des Ewigkeit, Geben und Hingabe an alles ohne Bedingung und ohne Trennung.